Baustein ANeukunden-Vertrieb: der komplette Verlauf
Ausgangslage: Lead hat eine Stelle ausgeschrieben, wir haben seine Daten, der Pool hat Treffer.
Schritt 1 — Cold Mail: Beweis statt Versprechen
Vor dem Versand fragt das System den Pool zur konkreten Stelle ab. Regel: keine Zahl ohne echte Abfrage. Ab 3 Treffern geht die Trefferzahl-Mail raus:
Cold Mail · KernsatzWir haben aktuell 4 Kandidatenprofile im Umkreis von 25 km, die auf Ihre ausgeschriebene Stelle als Mechatroniker passen. Sollen wir Ihnen die einmal zeigen?
Warum das funktioniert: Die Mail behauptet nichts — sie berichtet. Der Lead antwortet nicht auf ein Angebot, sondern auf einen Fund.
Schritt 2 — Opening: Anforderungen + Demo-Termin
- Bezug herstellen: „Sie hatten auf unsere Nachricht zu Ihrer Mechatroniker-Stelle reagiert…"
- Drei bis vier Quali-Fragen: Muss-Qualifikationen, Radius, Gehaltsrahmen, Wunsch-Startdatum. Diese Antworten sind die Demo-Inputs für den nächsten Call.
- Die Brücke zur Plattform — nicht beschreiben, zeigen:
Opening · BrückeIch will Ihnen am Telefon nichts beschreiben, was ich Ihnen zeigen kann. Lassen Sie uns 20 Minuten machen: Ich teile meinen Bildschirm, wir geben Ihre Stelle live ein — und Sie sehen selbst, wer in Ihrer Region gerade verfügbar ist.
- Termin fixieren. Kein Pitch im Opening — die Neugier ist der Termin-Grund.
Schritt 3 — Setting: die Demo-Dramaturgie
- Kontext in einer Minute — wer wir sind, nicht mehr. Die Plattform ist der Star, nicht die Firmengeschichte.
- Übergabe: „Lassen Sie uns direkt reinschauen."
- Live-Eingabe MIT dem Kunden — er nennt die Kriterien aus dem Opening, der Closer tippt. Der Kunde baut seine eigene Suche — das erzeugt Ownership.
- Der Treffer-Moment — Zahl, Frische, Karte, in dieser Reihenfolge:
Setting · Treffer-MomentSo — vier Profile, zwei davon in den letzten 14 Tagen aktiv. Das ist keine Hochrechnung, das ist unser aktueller Bestand in Ihrer Region. Die Frage ist also nicht, ob wir Kandidaten für Sie finden. Die Frage ist, wen davon Sie zuerst sprechen wollen.
- Gated Contact als natürlicher Cliffhanger — Profile sichtbar, Kontaktdaten gesperrt:
Setting · ÜberleitungDie Profile sind echt, die Kontakte sind geschützt — freigeschaltet wird, sobald wir zusammenarbeiten. Lassen Sie uns im nächsten Schritt die Konditionen durchgehen.
Schritt 4 — Closing
Rückbezug auf konkrete Profile, nie abstrakt („der Geselle mit Meister-Track aus dem 18-km-Umkreis"), dann Angebot und Konditionen. Die Freischaltung der bereits gesehenen Kandidaten ist der greifbare erste Schritt nach der Unterschrift — der Kunde kauft nichts Abstraktes, er kauft Zugriff auf Menschen, die er schon gesehen hat.
Variante: zweistufiger Prozess
Bei positiver Mail-Antwort wird direkt gesetzt. Im ersten Call werden die Kandidaten telefonisch durchgesprochen — abgelesen aus einer echten Pool-Abfrage, nie improvisiert:
Set-Call · Telefon-WordingIch habe hier drei Profile vor mir — einer davon 12 km von Ihnen, Geselle mit acht Jahren Erfahrung, wechselbereit. Im nächsten Call zeige ich Ihnen die Plattform, da sehen Sie alle im Detail — und wir besprechen direkt, wie die Freischaltung läuft.
Baustein BFulfillment: der Verlauf nach der Unterschrift
Das Wochen-Loch nach Vertragsschluss ist der größte Churn-Treiber der Branche. Dieser Verlauf eliminiert es — und produziert nebenbei die Daten fürs Upselling.
- Tag 0 — Onboarding: Suchprofil final schärfen (aus den Setting-Inputs). Erwartung setzen:
Onboarding · ErwartungSie bekommen von uns zwei Ströme: Sofort-Vorschläge aus dem Pool — die ersten innerhalb von 48 Stunden — und parallel Ihre eigene Kampagne, die ab Woche eins frische Bewerber bringt. Zwei Quellen, ein Ziel.
- Tag 1–3 — Erste Pool-Vorschläge: Drei bis fünf Profile, nicht zwanzig. Wenige, gute Treffer wirken kuratiert — eine Massenliste wirkt wie Datenbank-Ausschuss.
Übergabe · WordingDas sind die drei, mit denen wir anfangen würden — und zwar in dieser Reihenfolge. Wollen Sie bei Nummer eins direkt loslegen?
- Woche 1 — Kampagne live: Jeder neue Kampagnen-Bewerber fließt automatisch in den Pool zurück. Für den Kunden unsichtbar, fürs Asset entscheidend.
- Laufender Rhythmus: Wöchentliches kurzes Update — immer mit Pool-Bewegung („zwei neue passende Kandidaten diese Woche"). Der Kunde gewöhnt sich daran, dass die Plattform lebt — die Basis für jeden späteren Upsell-Anlass.
- Bei Besetzung — der Silver-Medalist-Moment:
Besetzung · WordingGlückwunsch zur Einstellung. Der Zweitplatzierte war übrigens stark — wenn Sie wollen, halten wir ihn für die nächste Stelle warm.
Im System wird er gleichzeitig wieder pool-aktiv — was beim Kunden wie Service klingt, ist fürs Asset Recycling.
- Übergang zum Upselling: Nach der ersten Besetzung ist das Vertrauen auf dem Höhepunkt — genau hier wird der Analyse-Termin gesetzt (Baustein C, Trigger 1).
Baustein CUpselling: der Verlauf
Grundsatz: Der Markt ist ergebnis- und sicherheitsorientiert. Deshalb wird der Upsell nie im Initialverkauf platziert, sondern erst nach dem Vermittlungs-Einstieg — und immer als Befund, nie als Angebot.
Die drei Trigger
- Erfolgs-Trigger: direkt nach der ersten Besetzung (Momentum nutzen)
- Daten-Trigger: die Plattform meldet Bewegung („17 neue passende Kandidaten im Radius")
- Problem-Trigger: die Annahmequote liegt messbar unter dem Netzwerk-Schnitt
Der Gesprächsverlauf in fünf Schritten
- Anlass setzen — nie als Verkaufstermin framen:
Termin-SetzenKein Verkaufsgespräch — ich habe ein kurzes Strategie-Update aus Ihrer Plattform, 15 Minuten. Da sind ein paar Zahlen drin, die Sie sehen sollten.
- Den Befund zeigen — der Zahlen-Dreiklang (Pool-Zahl → Ist-Wert → Benchmark, immer in dieser Reihenfolge):
Der BefundIn Ihrem Einzugsgebiet gibt es aktuell 43 passende Kandidaten. Ihre Annahmequote bei der Ansprache liegt bei 12 Prozent. Der Schnitt vergleichbarer Arbeitgeber in unserem Netzwerk: 31.
- Wirken lassen — dann den Kunden diagnostizieren lassen:
Die SchlüsselfrageWoran, glauben Sie, liegt das?
Der Kunde benennt das Problem selbst — danach verkauft man keine Maßnahme mehr, man bestätigt seine Diagnose.
- Genau zwei Optionen — nie eine, nie drei:
Die OptionenEs liegt nicht an den Kandidaten — es liegt an dem, was die Kandidaten von Ihnen sehen. Dafür gibt es zwei Hebel: ein Videodrehtag mit multimedialer Kampagne, die Sie als Arbeitgeber sichtbar macht. Oder die Direktansprache mit geschärftem Arbeitgeberprofil. Was passt besser zu Ihnen?
Eine Option = Verkaufsdruck. Drei Optionen = Entscheidungsstau. Zwei = Wahl zwischen Ja und Ja.
- Abschluss über die Gelegenheit, nicht über Rabatt:
Der AbschlussDie 43 Kandidaten sind jetzt da. Arbeitsmärkte drehen sich — im Winter sieht diese Zahl anders aus. Wenn wir den Sog aufbauen, dann solange die Auswahl so groß ist.
Fünf konkrete Upsell-Anlässe mit Wording
| Anlass | Kernsatz |
| Employer-Branding-Gap | „Ihre Annahmequote liegt bei 12 %, der Netzwerk-Schnitt bei 31 — das Delta ist Ihr Auftritt, nicht Ihr Angebot." |
| Zweite Stelle | „Diesen Monat sind 17 neue Kandidaten in Ihrem Radius dazugekommen. Die zweite Stelle, die Sie für Herbst geplant hatten — sollen wir die jetzt aktivieren, solange die Auswahl da ist?" |
| Fluktuations-Puffer | „Sie haben dieses Jahr zwei Leute verloren und beide Male unter Druck gesucht. Lassen Sie uns eine Bank aufbauen: zwei vorqualifizierte Kandidaten warm halten, bevor jemand kündigt." |
| Saisonspitze | „Ihre Branche zieht ab März an — bei allen gleichzeitig. Wer im Januar ansprechen lässt, stellt im März ein. Wer im März sucht, zahlt Überstunden." |
| Standort-Expansion | „Für den neuen Standort zeigt der Pool aktuell 28 passende Kandidaten im Umkreis. Mehr Auswahl, als Sie am Hauptstandort je hatten — wollen Sie die Zahlen sehen?" |
Renewal / Bindung (positiv, nie als Drohung)
RenewalDer größte Wert entsteht über die Zeit: Der Pool wächst jeden Monat, und Ihr Zugang wächst mit. Jeder Monat vergrößert Ihren Vorsprung gegenüber jedem Arbeitgeber in Ihrer Region, der das nicht hat.
Baustein D · HerzstückDas Partner-Gespräch: der komplette Verlauf
Setup: Nie als Verhandlung oder Abstimmung framen — immer als Produkt-Vorstellung. Bester Zeitpunkt: nach einem Erfolgs-Moment des Partners. Er soll in Empfangslaune sein, nicht in Verteidigungshaltung.
Phase 1 — Die Erzählung in vier Akten
- Akt 1 — Rückblick (Vertrauen aktivieren):
Akt 1Du kennst unser Setup: Wir haben dir den Vertriebsprozess gegeben, die Leads, das Angebot. Jetzt kommt der letzte Baustein — die Dienstleistung selbst.
- Akt 2 — Den Engpass benennen (er soll nicken, bevor die Lösung kommt):
Akt 2Was ist der Moment, in dem deine Deals kippen? Es ist die Frage: „Und wen habt ihr da konkret?" Alles an deiner Closing-Rate hängt daran, wie viele passende, frische Kandidaten du in diesem Moment zeigen kannst. Trefferdichte. Sonst nichts.
- Akt 3 — Die Lösung als Live-Demo (nicht erzählen — zeigen): Dem Partner die Plattform exakt so demoen, wie er sie später seinem Kunden zeigt. Er erlebt denselben Wow-Moment wie später sein Kunde — er verkauft ab jetzt ein Erlebnis, das er selbst hatte.
Akt 3Das ist live. Das sind echte Profile, quer aus der ganzen Gruppe. Und genau diesen Screen zeigst du ab jetzt in jedem Setting-Call.
- Akt 4 — Die Rechnung (immer mit seinen Zahlen):
Akt 4 · großer PartnerDu hast 20.000 Profile — stark. Die Datenbank hat über 50.000. Du verdoppelst auf einen Schlag deinen nutzbaren Bestand, und es kommen jeden Monat tausende frische dazu, ohne dass du einen Euro mehr Werbebudget ausgibst.
Akt 4 · kleiner PartnerDu hast 5.000? Dann ist das für dich der größte Hebel von allen — du verzehnfachst deinen Bestand. Es gibt in diesem Modell niemanden, für den sich die Rechnung nicht lohnt. Der Einzige, der verliert, ist der, der nicht drin ist.
Phase 2 — Die Einwände (sie kommen in dieser Reihenfolge)
Einwand 1 — kommt fast immer zuerst„Dann sehen ja meine Konkurrenten meine Bewerber."
AntwortIn der Plattform gibt es keine Herkunft. Kein Partner sieht, woher ein Profil stammt — es gibt im Pool nicht „deine" und „seine" Bewerber, es gibt nur den Pool. Und dieselbe Anonymität schützt dich in beide Richtungen: Du greifst auf zigtausende Profile zu, für die andere das Werbebudget bezahlt haben — und keiner weiß es.
Einwand 2 — der Fairness-Einwand„Ich gebe viel mehr Werbebudget aus als die anderen — warum greift jemand auf meine Bewerber zu?"
AntwortDrei Dinge. Erstens: Auf deine frischen Bewerber greift niemand zu — die gehören die ersten 90 Tage exklusiv dir. In den Pool wandert nur, was du in drei Monaten nicht verwertet hast. Und mal ehrlich: Wie viele deiner 20.000 hast du im letzten Jahr wirklich angefasst? Fünf Prozent? Die anderen 95 sind totes Kapital — im Pool werden genau die zur Währung. Zweitens: Wer mehr einspeist, ruft mehr ab. Dein Werbebudget macht dich im System zum größten Nutzer, nicht zum Opfer. Drittens: Sobald du einen Kandidaten im Prozess hast, ist er für alle anderen gesperrt. Dir nimmt niemand etwas weg — du tauschst Karteileichen gegen Abschlüsse.
Einwand 3 — der Kontroll-Einwand„Warum soll ich meine Daten hergeben?"
AntwortDu gibst nichts her. Deine Daten liegen sicher im Netzwerk, dein Zugriff bleibt komplett — du verlierst null. Was du dazubekommst, ist der Zugriff auf alles andere. Die Frage ist nicht, was du abgibst. Die Frage ist, ob du der Einzige in der Gruppe sein willst, der im Sales Call drei Treffer zeigt, während die anderen dreißig zeigen.
Einwand 4 — der Rechen-Einwand„Und wenn ich mehr reinstecke, als ich rausziehe?"
AntwortDafür gibt es die Credits: Einspeisen verdient Abrufrechte. Wenn du der größte Einspeiser bist, bist du automatisch der mit dem größten Kontingent. Das System kann dich gar nicht benachteiligen — es rechnet in deine Richtung.
Phase 3 — Der Abschluss-Move: Nehmen kommt vor Geben
Abschluss-MoveUnd jetzt das Beste: Ab dem Tag, an dem du beitrittst, hast du vollen Zugriff auf den Pool. Deine eigenen Daten werden erst nach 90 Tagen für andere sichtbar. Du wirst also die ersten drei Monate ausschließlich nehmen — und wenn dein erster Bewerber überhaupt in den Pool geht, hast du längst deine ersten Deals daraus geclosed. Probier es aus. Wenn du nach 90 Tagen sagst, das bringt dir nichts — dann reden wir.
Warum das funktioniert: Der „Verlust" tritt erst ein, wenn der Gewinn schon erlebt wurde. Der Einwand stirbt an der eigenen Erfahrung, nicht am Argument.
Phase 4 — Commitment konkretisieren
Nie mit einem „Überleg's dir" enden. Der nächste Schritt ist klein und konkret:
CommitmentErster Schritt ist simpel: Wir brauchen einen Export deiner Bestandsdaten — ich schicke dir die Liste, was wir brauchen. Zwei Wochen später steht deine Plattform. Passt Dienstag für das Onboarding?
Do's & Don'ts
Nie
- das Wort „teilen" benutzen — immer „Zugang", „Netzwerk", „Asset"
- verteidigen oder rechtfertigen — immer rechnen (seine Zahlen)
- über andere Partner sprechen, außer als anonymisierte Erfolgs-Zahlen
Immer
- die Demo machen, auch wenn er „schon verstanden hat" — verstanden ist nicht erlebt
- mit dem konkreten nächsten Schritt enden
- die Rechnung mit seinen eigenen Zahlen aufmachen
Baustein EInterne Kommunikation: die Chef-Präsentation
Setup: Mit der Live-Website präsentieren — die Seite selbst beweist, dass das Projekt durchdacht ist. Ziel des Meetings: eine Entscheidung, nicht ein Eindruck.
- Akt 1 — Stärke als Ausgangspunkt (kein Problem-Pitch):
Akt 1Wir geben unseren Partnern heute drei Dinge: Vertriebsprozess, Leads, Angebot. Das funktioniert. Die Frage ist: Was ist der vierte Baustein, der daraus ein Imperium macht?
- Akt 2 — Die Entdeckung (das tote Kapital):
Akt 2Jede unserer 20+ Agenturen sitzt auf tausenden Bewerberprofilen aus alten Kampagnen. Über 95 Prozent davon werden nie wieder angefasst. Das ist bezahltes, verfallendes Inventar — bei jedem einzelnen Partner. Wir sitzen als Gruppe auf einem Rohstofflager und nutzen es nicht.
- Akt 3 — Der Mechanismus (der eine Satz, der alles trägt):
Akt 3Die Closing-Rate unserer Partner ist eine Funktion der Trefferdichte: Je mehr passende, frische Kandidaten der Lead im Call sieht, desto wahrscheinlicher kauft er. Wenn wir alle Daten bündeln, steigt die Trefferdichte für jeden Partner — also steigt der Neukundenumsatz für jeden Partner. Und jede neue Kampagne füllt das Asset weiter. Das ist ein Kreislauf, der sich selbst beschleunigt.
Dann den Kreislauf auf der Website zeigen — nicht weiter erklären, das Diagramm spricht.
- Akt 4 — Die Mechanik-Sicherheit (den Einwand vorwegnehmen, bevor er kommt):
Akt 4Die erste Frage jedes Partners wird sein: „Warum greift ein anderer auf meine Bewerber zu?" Die Antwort ist gebaut, nicht behauptet: Exklusivfenster — die ersten 90 Tage gehört jeder Bewerber nur dem, der ihn generiert hat. Credits — wer mehr einspeist, ruft mehr ab. Locks — kein Kandidat wird doppelt angesprochen. Und jeder neue Partner ist die ersten drei Monate reiner Nehmer, bevor er das erste Mal gibt. Der Einwand löst sich an der eigenen Erfahrung auf.
- Akt 5 — Der Payoff (die Bewertungs-Differenz als Schlussbild):
Akt 5Eine Agentur verkauft man für drei bis sechs Mal EBITDA. Eine Gruppe mit einem proprietären, täglich wachsenden Daten-Asset verkauft man als Infrastruktur — zweistellige Multiples. Die Differenz zwischen diesen beiden Zahlen ist der Wert dieses Projekts. Und das Asset kann niemand nachbauen, weil es nur durch Jahre paralleler Kampagnen von zwanzig Agenturen entsteht.
- Die Entscheidung einfordern (Phase 1 bewusst klein framen):
Der AskPhase 1 ist bescheiden: Bestandsdaten zentral laden und im Verkaufsgespräch zeigen. Kein großer Umbau — aber es verändert sofort die Closing-Rate jedes Partners. Ich will mit zwei, drei Partnern als Pilot starten. Dafür brauche ich dein Go.
Baustein FRollout-Kommunikation über die Partnerlandschaft
Grundsatz: Produkt-Launch statt Abstimmungsrunde. Es wird nie um Erlaubnis gefragt — es wird Zugang vergeben.
- Pilot-Auswahl: 2–3 Partner — hungrig, mittelgroß, loyal. Nicht die Größten (haben am meisten „zu verlieren", sind skeptisch). Nicht die Kleinsten (deren Zahlen beweisen zu wenig).
- Das Pilot-Wording (Privileg-Frame, nicht Beta-Frame):
Pilot-EinladungWir bauen gerade das zentrale Bewerber-Asset der Gruppe — und du bist einer von dreien, die zuerst Zugriff bekommen. Volle Plattform, kompletter Pool, ab sofort. Einzige Bedingung: Wir messen alles.
- Während des Pilots: Zahlen sammeln — Closing-Rate vorher/nachher, Time-to-First-Vermittlung, Pool-Abrufe. Diese Zahlen sind das gesamte Rollout-Marketing.
- Das Rollout-Wording an die Übrigen (Social Proof statt Argument):
Rollout-WelleKurzes Update aus der Gruppe: Drei Partner arbeiten seit 60 Tagen mit dem zentralen Pool. Ergebnis: Closing-Rate plus X Prozent, erste Vermittlung im Schnitt an Tag 2 statt Woche 4. Wir schalten jetzt die nächsten Zugänge frei — willst du dabei sein?
Die Frage ist bewusst „willst du dabei sein" — nicht „darf ich dir das vorstellen". Die Knappheit dreht die Dynamik: Sie fragen an, nicht wir.
- Die Großen zuletzt — mit Status-Frame:
Status-FrameDu bist der größte Einspeiser der Gruppe — das heißt im System automatisch: größtes Abruf-Kontingent, größter Hebel. Der Pool ist inzwischen bei 60.000 Profilen. Es wird Zeit, dass der Größte den größten Zugriff bekommt.
- Neue Beteiligungen: Kein Gespräch nötig — die Plattform ist ab sofort Standard-Bestandteil des Partnerschafts-Pakets, gleichwertig neben Prozess, Leads und Angebot.
Baustein GKandidaten-Framing
Kandidaten-StoryMit deiner Zustimmung bleibt dein Profil in unserem Talent-Netzwerk aktiv. Das heißt: Wenn in deiner Region eine Stelle aufgeht, die besser passt oder besser zahlt, erfährst du es als Erster. Eine Bewerbung — viele Chancen.
Warum wichtig: Kandidaten-Story („mehr Chancen"), Partner-Story („Zugang zum Pool") und Kunden-Story („lebender Pool statt Anzeigen-Lotterie") erzählen dieselbe Sache aus drei Blickwinkeln. Ein Framing, drei Zielgruppen — das macht es unangreifbar.
Quick Reference · Die fünf Sprachregeln
- Nie „teilen", immer „Zugang". Niemand teilt mit Konkurrenten — jeder bekommt Zugang zum Netzwerk-Asset.
- Nie Pool-Größe allein, immer Trefferdichte. Nicht „50.000 Profile", sondern „4 Treffer zu Ihrer Stelle, 25 km, zwei davon diese Woche aktiv".
- Nie Versprechen, immer Beweis. Jede Zahl in Mail, Call und Demo kommt aus einer echten Abfrage.
- Nie Meinung, immer Delta. Upsells werden mit Ist-Wert vs. Netzwerk-Benchmark begründet — plus genau zwei Maßnahmen.
- Nehmen vor Geben. In jedem Partner-Gespräch zuerst den Zugriff erlebbar machen, dann über Einspeisung reden.